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Terror: Deutscher Soldat tot

Terroranschlag in Afghanistan

Deutscher Soldat tot

Wie Verteidigungsminister Franz Josef Jung bestätigte, ist bei einem Attentat auf eine Patrouille der deutschen Bundeswehr im afghanischen Kundus ein Soldat ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Taliban und El Kaida sollen verantwortlich sein. Außenminister Steinmeier sprach den Angehörigen sein Beiland aus.

Ein gepanzerter Kundus - Erstmals seit 15 Monaten ist in Afghanistan wieder ein deutscher Soldat bei einem Anschlag getötet worden. Er erlag nach der Explosion einer Sprengfalle im nordafghanischen Kundus seinen Verletzungen. Drei weitere deutsche Soldaten wurden bei dem Anschlag leicht verletzt. Sie wurden zum größten deutschen Stützpunkt im nordafghanischen Masar-i-Scharif geflogen.

Die Patrouille war laut Jung mit acht Fahrzeugen unterwegs. Kurz nachdem sie gegen 06.55 Uhr deutscher Zeit den Fluss Kundus durchquert hätten, sei der erste Wagen in die Sprengfalle geraten und in die Luft geflogen. Der Hauptfeldwebel aus Zweibrücken, der die Patrouille anführte, sei sofort tot gewesen.

Jung verurteilte den feigen und hinterhältigen Anschlag und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. „Wir verurteilen den feigen Anschlag aufs Schärfste“, sagte der SPD-Politiker. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und den Kameraden des getöteten Soldaten.“ Den Verletzten wünschte Steinmeier eine baldige Genesung.

Es handelt sich bereits um den dritten Anschlag im August. Anfang des Monats waren drei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordattentat in der Nähe von Masar-i-Sharif verletzt worden. Vor einer Woche war eine Patrouille in der Nähe von Feisabad angegriffen worden. Bei dem darauffolgenden Schusswechsel wurde einer der Angreifer verwundet. Er erlag später seinen Verletzungen. Die Bundeswehr ist im Rahmen der ISAF-Mission für die Sicherheit in Nordafghanistan zuständig. Der Bundestag entscheidet Anfang Oktober über eine Verlängerung des Bundeswehr-Mandats in Afghanistan.

Der Gouverneur der Provinz Kundus, Engineer Mohammad Omar, machte die Taliban und das Terrornetz El Kaida für den Anschlag verantwortlich.

Quelle: Hamburger Abendblatt (abendblatt.de)

 

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