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Wenn in diesen Tagen über die drei Aufsteiger gefachsimpelt wird, so dürften die Diskussionen zusammengefasst so aussehen: Zwei rheinische Riesen werden von einem Fußball-Zwerg mit einem überdimensionalen Geldbeutel ins Oberhaus begleitet.Hamburg -Wenn in diesen Tagen über die drei Aufsteiger gefachsimpelt wird, so dürften die Diskussionen zusammengefasst so aussehen: Zwei rheinische Riesen werden von einem Fußball-Zwerg mit einem überdimensionalen Geldbeutel ins Oberhaus begleitet.
Während sich Köln mit den Verpflichtungen des portugiesischen EM-Teilnehmers Petit (Benfica Lissabon) und dessen Landsmann Geromel (Guimaraes) schmückt, blieben die Gladbacher nach den unzähligen Transferverirrungen der vergangenen Jahre deutlich zurückhaltender. "Wir haben die Richtigen verpflichtet", sagt Sportdirektor Christian Ziege trotzig, "ein Gal Alberman (kam von Beitar Jerusalem, d. Red.) ist keinen Deut schlechter als Petit." Die Euphorie in beiden Lagern ist riesig: Je 25 000 Dauerkarten wurden verkauft, vermutlich sind alle Heimspiele der rheinischen Rivalen ausverkauft. Im Kontrast dazu steht ein 3000-Seelen-Dorf in Baden - Hoffenheim. Dort hat Dietmar Hopp es sich zur Aufgabe gemacht, systematisch etwas Großes aufzubauen. Das Vorbild des Software-Milliardärs ist das System Klinsmann: "Unsere Philosophie hat viel mit seiner Idee von 2006 zu tun." Kein Wunder, installierte Hopp doch mit dem früheren Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters einen Klinsmann-Vertrauten als Sport- und Nachwuchsdirektor. Die nötige fußballerische Kompetenz besitzt Trainer Ralf Rangnick, der schon in der vergangenen Saison 16 Millionen Euro in Neuverpflichtungen (Carlos Eduardo, Chinedu Obasi und Demba Ba) investierten durfte. Jüngster Coup der Hoffenheimer war der Kauf des Brasilianers Wellington (fünf Millionen Euro Ablöse). "Wir sind blutiger Neuling. Wenn wir nichts mit dem Abstieg zu tun hätten, wäre das eine grandiose Leistung", warnt Rangnick dennoch vor überzogenen Erwartungen. Doch Hopp macht keine halbe Sachen. Während Klubs wie der FC St. Pauli um jeden Cent ringen müssen, bis die Finanzierung für zumindest eine Tribüne steht, ließ der Mäzen einfach eine neue Arena für 30 000 Zuschauer bauen, die Anfang 2009 fertiggestellt sein soll. In der Hinrunde spielt der Aufsteiger noch im Stadion von Waldhof Mannheim. Ob sich die Fangemeinschaft allerdings genauso schnell entwickelt wie der Klub, darf stark bezweifelt werden. Bis gestern Nachmittag hatte Hoffenheim gerade einmal 49 Tickets für das historische, erste Auswärtsspiel in der Bundesliga bei Energie Cottbus besorgt. Dass die wenigen Anhänger besonders freundlich begrüßt werden, ist ebenfalls nicht zu erwarten, im Gegenteil. Angesichts der ungeheuren Finanzkraft dürften der Neidfaktor und die Abneigung bei den gegnerischen Fans beträchtlich sein. Hopp muss befürchten, als unbeliebtester Aufsteiger in die Bundesliga-Geschichte einzugehen. Quelle: Hamburger Abendblatt (abendblatt.de) |



Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach bringen Tradition, viele Erfolge, zwei schöne Stadien, einen riesigen Fananhang und einen Fast-Bundestrainer (Christoph Daum) mit.